Nordwest Zeitung 06.06.2018

Projektwoche

Bunter Mix zum Anziehen oder Aufhängen

von Thorsten Sanders
Ein echtes blaues Wunder erlebten die Schüler mit Migrationshintergrund bei der Projektwoche: In Cloppenburg lernten sie einen Blaudrucker kennen.

Bild: Thorsten Sanders

Rodenkirchen -  Beste Laune hatten jetzt 20 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Rodenkirchen, als sie das Ergebnis ihrer Projektwoche präsentierten. In Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Seefelder Mühle hatte die Gruppe, die überwiegend aus Jugendlichen mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund bestand, Stoffe mit verschiedenen Techniken bearbeitet. Heraus kam ein bunter Mix zum Anziehen oder Aufhängen.

Möglich wurde diese Projektwoche erst durch die finanzielle Unterstützung des Ehepaars Lydia und Heinrich Gerdes aus Rodenkirchen.

„Wir hatten schon im vergangenen Jahr eine gemeinsame Aktion mit der Oberschule. Davon hatten die beiden in der Zeitung gelesen, und sie wollten uns unterstützen“, erläuterte Gesche Gloystein, die Geschäftsführerin der Seefelder Mühle.

Mit dem Geld wurden nicht nur die Materialkosten beglichen, sondern auch eine Fahrt nach Cloppenburg zum Seminar „Das blaue Wunder“ finanziert. Dort lernten die Schüler den Blaudruck kennen.

„Klasse Atmosphäre“

Aufgeteilt waren die Schüler in drei Gruppen, die von Kunstlehrer Wolfgang Rostek, Sprachenlehrer Stefan Wefer sowie von der Sozialpädagogin Gunda Rozema geleitet wurden.

„Ich habe Kunst studiert und muss sagen, dass es ein Steckenpferd von mir ist“, sagte Gunda Rozema, die die Zusammenarbeit mit der Seefelder Mühle großartig fand. „Die Atmosphäre war klasse“, bilanzierte sie.

Ziel war es, „etwas Gemeinsames zu erarbeiten“, sagte Gesche Gloystein. Die Seefelder Mühle lege Wert darauf, Bildungs- und Kulturarbeit zu leisten. Vor allem mit Schulen gehe die Mühle sehr gern Kooperationen ein.

Nächstes Jahr wieder

Auch bei den Jugendlichen kam die Projektwoche hervorragend an. „Das waren vier tolle Tage mit sehr netten Menschen“, sagte Hanan Aljaji. Die Achtklässlerin kam vor einem Jahr aus Syrien nach Deutschland und beherrscht die Sprache schon fast perfekt.

Einen großen Dank richteten Gesche Gloystein und Gunda Rozema an die beiden Schulbegleiterinnen Sandra Menger und Susanne Schmidt. Auch Adriana Vrhel von der Seefelder Mühle brachte sich großartig ein. Und der Blick geht voraus. „Gern würden wir die Projektwoche im nächsten Jahr mit der Seefelder Mühle wiederholen“, sagte Gunda Rozema.