15.08.2018

Nicht zu leise und nicht zu schnell

von Henning Bielefeld



Zur Integration der Oberschüler trug in Stapelfeld auch die Teamarbeit mit dem Riesenstift bei.

Bild: Barbara Kappenberg

Rodenkirchen Sechs Wochen Sommerferien sind lang genug für die Erholung. Da findet der eine oder andere Schüler auch noch eine Woche Zeit zum Lernen. Wie zum Beispiel acht Schüler aus den jetzigen neunten Klassen der Oberschule Rodenkirchen. Zusammen mit zehn Gleichaltrigen von der Einswarder Schule Am Luisenhof nahmen sie an einem ganz besonderen Lernerlebnis teil.

Wohin mit den Händen?

Es handelte sich um ein Sprachcamp für junge Leute, das die Katholische Akademie Stapelfeld (Kreis Cloppenburg) in der letzten Juli-Woche angeboten hat. Zum ersten Mal machten Oberschüler aus Rodenkirchen bei diesem Angebot mit, sagt Henning Reimers, der Didaktische Leiter der Schule.

Das Sprachcamp ist nicht neu, es wurde zunächst für Schüler aus Einwandererfamilien angeboten, dann aber auch auf Deutschstämmige erweitert. Denn es geht darum, Sprache, Stimme und Kommunikation zu verbessern – und davon kann auch mancher Deutschstämmige profitieren.

Die Schüler lernten auch Übungen gegen Lampenfieber, Nervosität, zu leises oder zu schnelles Sprechen kennen – und konnten am Ende auch eine Frage beantworten, die viele quält, die vor Publikum sprechen müssen: Wohin mit den Händen?

Gegen Ende des Sprachcamps trauten sich alle, einen freien Vortrag vor Publikum zu halten, resümiert Dr. Barbara Kappenberg, die das Camp zusammen mit Doris Ostendorf geleitet hat. Zuvor hatten die Oberschüler ihre individuellen Stärken erkundet und ihre berufliche „Zukunftskiste“ gebastelt. Dabei reichten die Wünsche und Vorhaben von handwerklichen über kaufmännische und künstlerische bis hin zu akademischen Ausbildungen.

Fortsetzung folgt

Eigentlich hätten nicht nur 18, sondern sogar 22 Schüler in dem kostenlosen Angebot Platz gehabt, sagt Henning Reimers. Aber es habe nicht mehr Anmeldungen gegeben. Im nächsten Jahr will die Oberschule wieder eine Teilnahme am Sprachcamp anbieten – in der Hoffnung, dass dann keine Plätze mehr freibleiben.

Kostenlos ist das Sprachcamp, weil es gefördert wird: von der Niedersächsischen Sport-Lotto-Stiftung, der Klosterkammer Hannover und dem Niedersächsischen Sozialministerium.